In den Harzer Wäldern

Direkt am Grünen Band, das in Thüringen als Nationales Naturmonument ausgezeichnet ist, liegt die Stadt Ellrich mit ihren sechs Ortsteilen. Dieses Gebiet im Harz ist schon lange besiedelt - Ellrich wurde 876 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hat seit 1292 Stadtrecht. Die Zorge, die Stadtmauer mit dem Wernaer Tor, der historische Ortskern und der Stadtwald prägen das Stadtbild in der einstigen Grenzregion. Das älteste Fachwerk-Ensemble ist das Hospital St. Spiritus von 1127. Dort sitzt das Heimatmuseum und in der kleinen Kirche, 1506 erstmals erwähnt und nur 13 Meter lang, kann man standesamtlich heiraten. Das Feuerwehrmuseum im historischen Spritzenhaus hütet Schätze wie ein Löschfahrzeug von 1965 und gibt so interessante Einblicke in die Tradition des Brandschutzes. Beide Museen werden ehrenamtlich betrieben. An das einstige Außenlager des KZ Mittelbau-Dora Ellrich-Juliushütte erinnert heute eine Gedenkstätte.

Im Ellricher Stadtzentrum steht die große St. Johanniskirche, die Königin Mathilde um 950 neu aufbauen ließ, brannte in ihrer jahrhundertelangen Geschichte mehrfach bei Stadtbränden nieder. 1909 schlug ein Blitz ein, die Türme brannten nieder, das Schiff wurde beschädigt, die Kirchtürme wurden falsch wieder aufgebaut, weshalb die abgetragen wurden und seitdem fehlen. Ellrich ist eingebettet in die einzigartige Südharzer Karstlandschaft und die Harzer Wälder und lädt damit zum Wandern und Radfahren ein, beispielsweise auf dem als Qualitätswanderweg zertifizierten, überregionalen Karstwanderweg, der direkt durch Ellrich führt, auf dem Rad-Harzrundweg und in der Harzer Mountainbike-Arena. Zum Abkühlen lädt das Ellricher Waldbad ein. Auch die Ortsteile sind sehenswert, darunter Rothesütte, das seinen Namen der Lage in einer Senke verdankt und sich aus Ansiedlungen von Waldarbeitern und Köhlern entwickelt hat, das nahe Sülzhayn, das als vorbildhafter Kurort schon bei der Weltausstellung 1900 in Paris dabei war, Appenrode mit einem beeindruckenden Karst-Erdfall Kelle mitten im Wald oder Werna mit dem einstigen Gut des Spiegelschen Hauses aus dem 16. Jahrhundert, das derzeit saniert wird.  

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