Reprädikatisierung des Soleheilbads

Den traditionsreichen Bad Frankenhausen hat jetzt der Landesfachauschuss für Kur- und Bäderwesen zur Reprädikatisierung zum Soleheilbad besucht. Bürgermeister Matthias Strejc begrüßte seine Gäste und führte kurz in das Kurortentwicklungskonzept der Stadt Bad Frankenhausen und die darin enthaltene Ausrichtung sowie Zukunftsvison ein. Hieraus ergeht eine außerordentlich gute Entwicklung der Kurstadt mit wachsenden Zahlen was Übernachtungen sowie der Bettenkapazität betrifft. Bad Frankenhausen wird sich in Bereichen Tourismus, Gesundheitstourismus und Therapeutischen Anwendungen weiter entwickeln und sich auf das Produkt Sole fokussieren.

Als Highlights sind die Sanierung und Umbau des imposanten  und unter Denkmalschutz stehende ehemalige Kinder-Sanatorium zum Salzgut Ferienresort Bad Frankenhausen mit exklusiven Ferienwohnungen und moderne Ferienhäuser und der Neubau des Thermen-Hotel mit 80 Zimmern und einer 3-Sterne-plus-Klassifizierung zu nennen. Im Zuge dessen wird auch die Kyffhäuser-Therme komplett saniert und umgebaut. Die Fertigstellung soll bis 2024 umgesetzt sein, damit man pünktlich zum großen Bauernkriegsjubiläum 2025 feiern kann.

Angefangen vom sanierten Rathaus führte  Bürgermeister Strejc den Landesfachausschuss in die neu errichtete Tourist-Information im Regionalmuseum. Von dort aus ging es weiter in die Kyffhäuser-Therme. Nach der Besichtigung des Solewasser-Vitalpark, der weltweit das erste und bisher einzige öffentliche Sole-Freibad mit ausschließlich biologischer Wasseraufbereitung ist, zeigten die Schausieder die Herstellung des Weißen Goldes. Auch der schiefe Turm, dem Wahrzeichen Bad Frankenhausens durfte nicht fehlen. Am Ende ging es noch zur einer 4-Sterne-Ferienwohnung Unterm Schiefen Turm und dann zum Ausklang ins 4-Sterne-Hotel Residenz.

Dem Landesfachausschuss für Kur- und Bäderwesen hat die Ortsbereisung in jedem Fall überzeugt. Mit einer Entscheidung, die letztendlich das TMWWDG trifft, wird allerdings erst Ende des Jahres gerechnet. Laut Thüringer Kurorte-Gesetz entscheidet über die staatliche Anerkennung sowie deren Rücknahme oder Widerruf das  zuständige Ministerium für Tourismus. Dies erfolgt unter Mitwirkung des Landesfachausschusses für Kur- und Bäderwesen, der mit Vertretern aus verschiedenen Ministerien, Kommunen und Verbänden besetzt wird.