Schloss Hue de Grais

Mitten in Wolkramshausen, in Sichtweite der Hainleite, steht das Schloss Hue de Grais. Einst von Robert Graf Hue de Grais bewohnt, Polizeipräsident von Stettin, 1885-1889 Abgeordneter im preußischen Abgeordnetenhaus und von 1889-1900 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Potsdam, gelangte das Haus unter seinem Sitz zu neuem Glanz. Nicht ohne Grund trägt es auch seinen Familien-Namen.

Der schlichte Fachwerkbau wurde als „Neu Wilckesches Gut“ 1722 auf den Mauern des Vorgängerbaus errichtet. Bedeutsam ist die aus der Barockzeit stammende Innenausstattung. Die repräsentativen Räume, nach französischem Vorbild des Maison de Plaisance in einer Flucht angelegt, sind teils mit Malereien auf Leinwand teils mit wertvollen Textilien ausgekleidet.

Die Bibliothek wurde 1772 im rechten Winkel zur hofseitigen Fassade an das Haupthaus angebaut. Der pavillonartige Bau begrenzt die vorgelagerte Terrasse. Über der Eingangstür sind die Allianzwappen der Familien von Wilcke und von Wurmb eingelassen. Im Inneren waren ursprünglich sämtliche Wände oberhalb der umlaufenden Holzpaneele mit bemalten Leinwänden bespannt, sodass die Funktion als Aufbewahrungsort von Büchern nicht sichtbar war.

Wie in der Barockzeit üblich, stellen das Gebäudeinnere und die Außenbereiche keine Gegensätze dar, vielmehr werden die Wechselbezüge zwischen Innen (Kunst) und Außen (Natur) gestalterisch betont.  Arkadien ist überall präsent. An den Innenwänden bilden idealisierte Landschaftsdarstellungen den Hintergrund für nach Kupferstichvorlagen kopierte Bilder. Auf den umlaufenden Paneelen im Vorraum zum Schlafzimmer sind phantasievolle Landschaftsszenen gemalt. Breugelsche Winterlandschaften, Pompeianische Ruinen, die Eichsfelder Pforte und Thüringer Dörfer bilden einen bunten, gleichwohl harmonischen Reigen.

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