Die Rolandstadt Nordhausen

Die Rolandstadt Nordhausen kann auf eine jahrtausendealte Geschichte zurückblicken. Vor etwa 7.500 Jahre haben sich die ersten Bauern in der Region niedergelassen. Ausgrabungen in der Goldenen Aue haben hier das älteste Dorf Thüringens zutage gefördert. 927 wurde Nordhausen zum ersten Mal urkundlich erwähnt: Der erste deutsche König Heinrich I. hinterließ seiner Frau Mathilde die Burg in Nordhausen als Witwensitz. Mathilde war gern in der Stadt, brachte hier zwei Kinder zur Welt und gründete 961 ein Frauenstift, aus dem der heutige Dom zum Heiligen Kreuz hervorging. Der Ort Nordhausen gewann zunehmend an Bedeutung, wurde 1220 zur Freien Reichsstadt erhoben und blieb dies fast 600 Jahre lang. Der Roland am Rathaus, bis heute Wahrzeichen und einer der wenigen noch verbliebenen Holz-Rolande in Deutschland, ist als Symbol für Freiheit, Macht und Gerichtsbarkeit schon seit 1411 belegt. Heute ist Nordhausen mit 42.000 Einwohnern die größte Stadt in Nordthüringen. Einen Einblick in die rund 1100jährige Stadt gibt dieser Film.

Die Kirchtürme prägen heute noch die Silhouette der Rolandstadt: Der Blasii-Kirche, die es seit 1234 gibt, verleihen zwei ungleiche, schiefe Türme ein prägnantes Aussehen. 1634 schlug ein Blitz ein und die einstige Turmspitze wurde ersetzt. Mit der Berufung des Reformators Johann Spangenberg als Pfarrer 1524 setzte Nordhausen ein Zeichen in der Reformation, der sich die Stadt früh anschloss. Der Dom zum Heiligen Kreuz, eIner von zwei Domen in Thüringen, beeindruckt mit seiner romanischen Krypta, dem wertvollen geschnitzten Chorgestühl, den Stiftfiguren und dem barocken Hochaltar. Von der Petri-Kirche auf dem Petersberg ist nach dem Krieg nur der 62 Meter hohe Turm geblieben, dessen Umfeld für die Landesgartenschau 2004 neu gestaltet wurde. Nordhausen mit seinen Parks ist von einem grünen Gürtel umgeben, u.a. mit dem historischen Park Hohenrode, einem Außenstandort der BUGA 2021. Das hügelige Nordhausen ist auch eine Stadt der Treppen, an denen oft kleine bronzene Treppenkäfer sitzen, jeder ein Unikat. Nicht wegzudenken ist aus der Rolandstadt auch der Echte Nordhäuser Doppelkorn, dessen mehr als 500jährige Geschichte die Ausstellung der Traditionsbrennerei erzählt. Weitere Facetten aus der langen Geschichte der Stadt beleuchten die KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora und die Museen Flohburg, Tabakspeicher, IFA-Museum sowie das Kunsthaus Meyenburg. Alle Kulturfans sollten auch unbedingt eine Vorstellung des mehr als 100 Jahre alten Theaters Nordhausen besuchen. Von Nordhausen aus startet jeden Vormittag eine historische Dampflok der Harzer Schmalspurbahnen zu ihrer gemütlichen Fahrt auf den Brocken.

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