Flanieren im Schlosspark

1198 - in diesem Jahr wurde sowohl der Ritter von Ebeleben als auch der Ort selbst das erste Mal  urkundlich erwähnt. Von ihrer Burg in der Stadtmitte aus lenkten die Herren von Ebeleben die Geschicke des Ortes. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 zerstört. Knapp 100 Jahre später verkauften die verschuldeten Ebelebener den Besitz an den Grafen von Schwarzburg, der die einstige Burganlage großzügig zu einem barocken Schloss ausbaute. Ende des 2. Weltkriegs wurde das Schloss zerstört, doch der Schlosspark ist weitgehend im barocken Ursprungszustand erhalten geblieben. Dieses Kleinod der Gartenarchitektur nimmt als Außenstandort an der Bundesgartenschau 2021 in Erfurt teil. Mit der Umgestaltung der Burg zum Schloss begann in den 1770er Jahren der Bau eines barocken Parks im französischen Stil, dessen Blütezeit im ausgehenden 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts lag.

Über mehrere Generationen hinweg wurden die Parkanlagen immer weiter ausgestaltet, der einstige Wallgraben der Burg verfüllt, die alte Zugbrücke durch eine dreibogige Steinbrücke ersetzt und die Wachhäuser in Fachwerk errichtet. Bis 1835 nutzte die fürstliche Familie das Schloss, später hatte es u.a. Verwaltungsfunktionen und Mietwohnungen wurden eingerichtet. Der Park wurde in dieser Zeit kaum gewürdigt und gepflegt, dadurch blieb er aber fast unverändert. Nach der Zerstörung des Schlosses geriet der Park ein wenig in Vergessenheit und wurde in den 1990er Jahren „wiederentdeckt“ und mit seinen faszinierenden Wasserspielen, beeindruckenden Steinfiguren und Palmenhaus liebevoll saniert. Im BUGA-Jahr 2021 werden zahlreiche Veranstaltungen in den Park locken. Vielleicht macht der ein oder andere Besuchen dann auch einen Abstecher zum Esel-Museum von Ebeleben, in dem Pfarrer Thonhofer seine Sammlung zu den grauen Vierbeinern zeigt (Besuch nach Absprache). Auch für Wanderer und Radfahrer bietet Ebeleben Abwechslung, so führt beispielsweise der überregionale Unstrut-Werra-Radweg hier entlang. 

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