Dom zum Heiligen Kreuz

Der Dom zum Heiligen Kreuz in der Altstadt von Nordhausen geht auf ein Frauenstift zurück, den im Jahr 961 die erste deutsche Königin Mathilde auf der Burganlage gründete, die ihr Mann König Heinrich I. ihr als Witwensitz hinterlassen hatte. Das Frauenstift leitete eine Äbtissin und es war eine religiöse Gemeinschaft von meist adeligen Frauen ohne Gelübde. Die Stiftskirche, auch als Dom bezeichnet, hatte mit Stift und Burganlage weitreichende Bedeutung und hatte Markt- Münz- und Zollrecht, stand unter dem Schutz des Kaiserhauses. Kaiser Friedrich II. wandelte den Frauenstift 1220 in ein Domherrenstift um. Die Stadt Nordhausen wurde freie Reichsstadt und die Markt-, Münz- und Zollrechte gingen auf die Stadt über. Dafür wurde das Domstift ein reichsunmittelbar freies, kaiserliches Stift, das die Patronatsrechte über alle anderen Stadtkirchen hatte.

Heute beeindruckt das umfangreich sanierte Bauwerk mit romanischen und gotischen Elementen, das im 2, Weltkrieg wie weite Teile der Stadt Nordhausen teilweise zerstört wurde. Besonders sehenswert sind das gotische Langhaus, der Chorraum mit dem wertvollen gotischen Chorgestühl, den Stiftfiguren und der reich geschmückte barocke Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert, die Krypta mit dem ältesten Grabstein Nordhausens von 1327 oder das seltene Gnadenbild „Madonna mit der Akelei“ aus dem Jahre 1420. Lohnenswert ist neben dem beeindruckenden Innenraum des Doms auch eine Turmbesteigung. Von dort oben lässt sich ein weiter Blick über die Stadt Nordhausen genießen. Über die Regelmäßigen Domführungen, zum Teil mit Turmbesteigung, informiert der Dom auf seiner Internetseite.

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Dom zum Heiligen Kreuz

Domstraße

99734 Nordhausen

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